China-Tournee 2011/2012


Umjubelte China-Tournee der Freien Philharmonie Bonn
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Freie Philharmonie Bonn - Yasmin Flowers
Vom 23.12.11 bis 5.1.12 gab die Freie Philharmonie Bonn unter ihrem Dirigenten David Scharmacher zwölf Konzerte in verschiedenen chinesischen Städten, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.

Über das befreundete Junge Philharmonische Orchester Niedersachsen war der Kontakt zu der chinesischen Konzertagentur "Jiangsu Performance" entstanden, die sofort Interesse gezeigt und die Freie Philharmonie Bonn zu einer Tournee nach China eingeladen hatte. Seit einiger Zeit lässt sich das chinesische Konzertpublikum sehr für die europäische Tradition der Wiener Neujahrskonzerte begeistern. Entsprechend dominierte neben Ouvertüren von Wagner und Mozart eher leichte Musik mit Walzern, Märschen, Opern- und Operettenarien von Puccini, Strauß und Léhar das Programm. In der Leitung des Orchesters erhielt David Scharmacher Unterstützung durch den Dirigenten Georg Köhler aus Stuttgart. Als talentierte Nachwuchssolisten sangen die Sopranistin Jennifer Wittmann aus Mainz und der Bariton Samuel Hasselhorst aus Hannover.
Bemerkenswert waren die Unterschiede beim Konzertpublikum. In bereits recht westlich geprägten Metropolen wie Shanghai und Guangzhou (Kanton) spielte die Philharmonie in Konzerthäusern, die durchaus mit den besten Sälen Europas vergleichbar sind und wo einem gebildeten Publikum die hierzulande gewohnten Konzertgepflogenheiten geläufig sind. In anderen Städten hingegen wurde, durch Lautsprecher verstärkt, in riesigen Mehrzweckhallen gespielt, wo die Zuhörer während des Konzerts sehr unruhig und zugleich befremdlicherweise äußerst zurückhaltend im Applaus waren. Deren Begeisterung war erst gegen Ende und nach dem Konzert zu spüren, wenn auch Orchestermusiker um Autogramme und gemeinsame Erinnerungsfotos gebeten wurden (Siehe Videos der China-Tournee und Hörbeispiele der China-Tournee). Es kam sogar vor, dass das Publikum durch Sicherheitskräfte von den Musikern ferngehalten wurde. Von der klischeehaften asiatischen Zurückhaltung und Schüchternheit ist da wenig zu spüren.
Auch wenn das chinesische Jahr 2012 erst am 23. Januar beginnt, ist unser Neujahr wohl wegen des gemeinsamen Kalenders auch in China präsent, allerdings nicht mit Feuerwerk und China-Böllern, sondern eher in Verbindung mit einer maßlos überladenen Weihnachts-Kitsch-Staffage. Das genaue Datum ist daher auch weniger relevant, sodass die Neujahrskonzerte bereits am Tag vor Heiligabend begannen, an dem die Bonner Musiker bei Minus-Temperaturen in der Inneren Mongolei nach dem Konzert versuchten, durch ein kleines eigenes Weihnachtskonzert und Gedichte für sich noch eine etwas besinnlichere Atmosphäre zu schaffen. Silvester wurde bei über 20 Grad in Südchina mit chinesischem rotem Sekt und selbst gemachtem Glühwein aus chinesischen Zutaten gefeiert.
Von einem "Overflow" an Eindrücken überwältigt und begeistert kehrten die 60 Musiker schließlich nach Deutschland zurück. Die Freie Philharmonie Bonn, die mit Musikstudenten, engagierten Laien und jungen Berufsmusikern an sich sehr heterogen zusammengesetzt ist, ist in diesen Wochen sowohl menschlich als auch musikalisch sehr zusammengewachsen und konnte sich durch diese Tournee wesentlich weiterentwickeln. Ein Bericht von der Tournee mit Fotos und Videos ist in den nächsten Tagen auf der Webseite www.philharmonie-bonn.de zu sehen. Für nächstes Jahr ist bereits eine erneute China-Tournee in Planung. In Europa ist die Freie Philharmonie das nächste Mal am 18. März 2012 in der Beethovenhalle Bonn zu hören. Auf dem Programm stehen dann "Peter und der Wolf" von S. Prokofjew sowie die "Symphonie fantastique" von H. Berlioz.

Autor: Lorenz Lassek, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Das nächste Konzert

Sinfoniekonzert- "Musik für Alle"

6. Oktober 2012, 19.00 Uhr
Bürgerhaus Ibbenbüren

8. Oktober 2012, 20.00 Uhr
Beethovenhalle Bonn


Programm:
W.A. Mozart: Ouvertüre zu "Die Zauberflöte"
R. Schumann: Konzert für Violoncello a-moll
L. van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 "Eroica"

Dirigent: David Scharmacher
Violoncello: Johannes Vornhusen

Im Rahmenprogramm des Beethovenfestes 2012

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